Neues aus der GPS

Mit viel Herzblut: GPS-Laden in Jever eröffnet

In dem Geschäft in der Großen Wasserpfortstraße werden Eigenprodukte aus den sechs Werkstätten angeboten. Zudem finden hier Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz mitten in der Innenstadt und so die Chance, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Schlüsselübergabe vor dem neuen GPS-Laden: (von links) Landrat Sven Ambrosy, Sina Beckmann (MdL), GPS-Geschäftsführer Klaus Puschmann, Werkstattleiterin Daniela Burr, Werkstattrats-Vorsitzender Alexander Garrels, Investor Frederik Luiken mit Vater Hermann Luiken, Christian Pohl (stv. Werkstattleiter), Erste Kreisrätin Silke Vogelbusch und Jevers stellvertretende Bürgermeisterin, Almuth Thomßen.

Der Stolz stand dem Team der Werkstatt Jever ins Gesicht geschrieben. Zu Recht: In den vergangenen Wochen und Monaten haben die Mitarbeitenden rund um Daniela Burr mit viel Herzblut einen wahren Kraftakt vollbracht und mit dem GPS-Laden „Nordseefreundlich“ schon am Eröffnungstag eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Mit vielen namhaften Gästen aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, aus Jever und den benachbarten Städten und Gemeinden, beteiligten Unternehmen und der Straßengemeinschaft wurde der Start gebührend gefeiert.  „Endlich ist wieder Leben im alten Porzellankaufhaus“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Jever, Almuth Thomßen, in ihrem Grußwort. Sie freue sich darüber, dass die Menschen mit Behinderung nun nicht mehr nur in der Werkstatt im Gewerbegebiet, sondern auch mitten in der Innenstadt arbeiten werden.

Im neuen Laden werden die Produkte aus den sechs GPS-Werkstätten verkauft. An der Kasse stehen dabei Menschen mit und ohne Behinderung. Doch nicht nur das: es gibt eine Beratungsstelle und im hinteren Bereich des rund 500 Quadratmeter großen Erdgeschosses werden 25 Menschen mit erhöhtem Förderbedarf arbeiten. Das ermöglicht ihnen die Teilhabe am Leben mitten in der Gesellschaft. „Wir können von hier aus zum Beispiel zum Wochenmarkt gehen oder durch die Innenstadt spazieren“, beschreibt Daniela Burr, wie der Laden den Weg hin zur Inklusion weiter ebnen wird.

Der Gedanke, in einem eigenen Laden die Produkte aus den Werkstätten zu verkaufen, ist in der GPS nicht neu. Als die Stadt Jever vor rund drei Jahren einen Wettbewerb zur Belebung der Innenstadt ausrief, wurde der Funke allerdings noch einmal neu gezündet. Die GPS bewarb sich mit ihrem Konzept – und gewann. „Es ist eine tolle Idee, die Menschen und ihre Produkte mitten in die Stadt zu holen“, sagte Almuth Thomßen.

Dem schloss sich Silke Vogelbusch an: „Mein Geldbeutel wird sicherlich unter dem neuen Shop leiden – aber das ist es absolut wert.“ Die Erste Kreisrätin des Landkreises Friesland bedankte sich bei allen Beteiligten und hob die Band „Voice of Artec“ hervor, die die Eröffnung musikalisch begleitete. „Allein dafür lohnt sich diese Feier“, schwärmte sie.

GPS-Geschäftsführer Klaus Puschmann dankte schließlich der Politik, dem Landrat und der Baubehörde, dem Verwaltungsrat und dem Investor, Frederik Luiken: „Ihr habt das hier erst möglich gemacht.“ Es sei eine gute Entscheidung, der GPS diesen Schritt zu ermöglichen: „Wir sind der Anfang von einer neuen, belebteren Innenstadt von Jever.“

Großen Dank und Respekt zollte der Geschäftsführer dem Team, das den Laden überhaupt erst möglich gemacht habe und überreichte Blumen an den Vorsitzenden des Werkstattrats, Alexander Garrels, Daniela Burr (Werkstattleitung), ihren Stellvertreter Christian Pohl, Produktdesignerin Sonja Fröhlich und Melanie Doden vom Team des Ladens, die die Blumen stellvertretend für alle Mitarbeitenden in Empfang nahm.

Auch Daniela Burr schloss sich dem an: „Ohne unser großartiges Team der GPS hätten wir das nie geschafft“, sagte sie und bedankte sich vor allem bei der Werkstatt Jever: „Ihr habt uns den Rücken freigehalten, damit das hier möglich werden konnte.“ Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Werkstätten sei klasse: „Gemeinsam sorgen wir dafür, dass hier so tolle Produkte angeboten werden können.“

Investor Frederik Luiken blickte schließlich zurück auf die Bauphase. Vom Boden, der 40 Zentimeter hoch abgetragen werden musste, um Barrierefreiheit zu erreichen, bis zur einer besonderen Überraschung an der Fassade: Als das alte Metalldach abgetragen wurde, kamen Säulen aus dem 19. Jahrhundert zum Vorschein. „Die Fassade wird dadurch aufgewertet, uns haben schon viele Jeveraner darauf angesprochen, wie schön das Gebäude jetzt aussieht.“ Er dankte den anderen Mietern, die die Umbaumaßnahmen unterstützt hätten, seiner Familie und natürlich der GPS, dass sie sich für diesen Standort entschieden habe. Nachdem er symbolisch einen großen, blauen Schlüssel überreicht hatte, bekam der Werkstattratsvorsitzende, Alexander Garrels, das letzte Wort. Er sprach aus, worauf sich alle Anwesenden freuten: „Und jetzt: Viel Spaß beim Einkaufen!“

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