Neues aus der GPS

Endrit packt an – für die Gartenhütte und seine Zukunft

Spender ermöglicht der Wohngruppe „Die Insel“ einen neuen Rückzugsort

Als die neue Gartenhütte in der Wohngruppe „Die Insel“ der GPS innerhalb weniger Tage Gestalt annimmt, packt Endrit Lopi selbstverständlich mit an. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Wilhelmshavener Handwerksfirma H-Team schleppt er Sand, pflastert, schraubt und baut. Für den 17-Jährigen ist das weit mehr als nur ein Bauprojekt – es ist eine weitere Gelegenheit zu zeigen, wie viel in ihm steckt. Dass die Gartenhütte heute steht, ist das Ergebnis einer großzügigen Spende und vor allem vieler Menschen, die aus einer Idee gemeinsam Wirklichkeit werden ließen.

v. l.: Jendrik Schröder (H-Team), Endrit Lopi, Dirk Bakenhus, Anja Adamschewski und Nicole Stappenbeck

Den Kontakt zu dem Spender stellte die kaufmännische Leitung und stellvertretende Geschäftsführung der GPS, Dirk Bakenhus, her. Die Spende des anonymen Unterstützers traf bei der GPS auf einen ganz konkreten Bedarf: In der Wohngruppe „Die Insel“ gab es schon länger den Wunsch, den Garten neu zu gestalten und dort einen geschützten Raum zu schaffen. Für Nicole Stappenbeck aus dem Fundraising der GPS war deshalb schnell klar, dass die Spende hier den größten Mehrwert schaffen würde. Sie ordnete die Mittel dem Projekt zu. Allerdings lagen die tatsächlichen Kosten über dem verfügbaren Budget. Die Wilhelmshavener Handwerksfirma H-Team unterstützte das Projekt deshalb nicht nur beim Bau der Gartenhütte, sondern kam der GPS auch preislich entgegen.

Gemeinsam mit Jendrik Schröder und seinem Vater, Hans-Otto Schröder, übernahm das H-Team den Aufbau der Gartenhütte – und bekam dabei tatkräftige Unterstützung von Endrit Lopi. Er lebt selbst in der Wohngruppe „Die Insel“ und kennt das Unternehmen bereits gut. Im Rahmen seiner Schulzeit absolvierte er dort bereits zwei Praktika und hat nun freiwillig ein drittes begonnen.

Eigentlich hätte Endrit Lopi in diesem Jahr direkt seine Ausbildung im Handwerk beginnen können. Einen Ausbildungsplatz hatte er bereits sicher. Weil ihm derzeit jedoch noch die notwendige Arbeitserlaubnis der Stadt Wilhelmshaven fehlt, musste der Ausbildungsstart verschoben werden. Davon lässt sich der junge Mann jedoch nicht entmutigen. Statt abzuwarten, nutzt er die Zeit sinnvoll und sammelt weiterhin praktische Erfahrungen beim H-Team.

Auch die Betreuer*innen der Wohngruppe stehen dabei fest an seiner Seite. Sie ermutigen ihn, begleiten ihn auf seinem Weg und kämpfen gemeinsam mit ihm dafür, dass er seine Ausbildung doch noch beginnen kann. Aufgeben ist für sie keine Option. Gleichzeitig wünscht sich Betreuerin Lina Lange, dass Endrit noch stolzer auf das ist, was er bereits erreicht hat. Denn mit seiner Einsatzbereitschaft, seiner Hilfsbereitschaft und seiner positiven Einstellung hat er schon jetzt allen Grund dazu.

„Endrit ist ein Paradebeispiel für einen jungen Mann. Er begegnet einem immer mit großem Respekt, hat richtig Lust zu arbeiten und hilft, wo er kann“, sagt Jendrik Schröder. Besonders schätzt er nicht nur den Arbeitseinsatz des 17-Jährigen, sondern auch das gute Miteinander. Diese Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. „Nicht nur die Tätigkeit stimmt, sondern auch das Miteinander“, sagt Endrit Lopi über seine Zeit beim H-Team.

v. l.: Endrit Lopi und Jendrik Schröder

Dem Aufbau der Gartenhütte gingen bereits verschiedene Vorarbeiten voraus, an denen auch die Jugendlichen der Wohngruppe beteiligt waren. Zunächst wurde der ehemalige Sandkasten zurückgebaut und rund drei Tonnen Sand gemeinsam abgetragen. Am Montag, den 13. Juli, begannen die Arbeiten auf dem Gelände der Wohngruppe. Zuerst pflasterten die Beteiligten die Fläche, errichteten die Unterkonstruktion und bauten anschließend die Gartenhütte mithilfe eines Stecksystems Schritt für Schritt auf. Bereits am Mittwochabend war das Projekt abgeschlossen.

Das H-Team arbeitet bereits seit vielen Jahren eng und zuverlässig mit der GPS zusammen. In Abstimmung mit dem Gebäudemanagement übernimmt das Unternehmen zahlreiche Arbeiten rund um die Gebäude der GPS. Mit dem Bau der Gartenhütte zeigt sich einmal mehr, dass diese Zusammenarbeit weit über einen gewöhnlichen Auftrag hinausgeht.

Die neue Gartenhütte bringt nun nicht nur zusätzlichen Stauraum. Vor allem entsteht dort ein geschützter Treffpunkt im Garten, also ein Ort für Begegnung, Gespräche und gemeinsame Zeit, unabhängig vom Wetter. Gemeinsam möchten die Bewohner*innen und Betreuer*innen die Hütte gemütlich gestalten – mit einem Sofa, Lichterketten und vielleicht sogar einem Stromanschluss für einen Fernseher. Vor allem aber steht die Gartenhütte als sichtbares Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam anpacken.

Denn manchmal ist eine Spende weit mehr als ein Geldbetrag. Und vielleicht ist genau das das Besondere an gelungener Unterstützung: Sie kommt nicht nur an. Sie schafft Gemeinschaft. Und sie macht sichtbar, was möglich wird, wenn Engagement, Vertrauen und tatkräftige Hilfe zusammenfinden.

Die neue Gartenhütte im Garten der Wohngruppe "Die Insel".
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