Neues bei der GPS

„Sie leisten Pionierarbeit“

Große Anerkennung erhielt das GPS Büro für Leichte Sprache am Freitag, 21. April 2017, durch die Abgeordneten Karin Evers-Meyer (MdB) und Holger Alsmann (MdL)

„So professionell hatte ich mir das nicht vorgestellt“, fasste Karin Evers-Meyer ihre Eindrücke am Ende eines langen konzentrierten Gesprächs zusammen. Sie und Holger Alsmann hatten sich Zeit genommen, um mit Karin Mohr-Schindler und ihrem Prüferteam aus der Werkstatt Wilhelmshaven sowie mit Detlef Opitz und Jürgen Hoffmann von der GPS-Geschäftsleitung über das noch junge Büro und seine Arbeit ins Gespräch zu kommen.

Der rote Faden war – neben vielen Informationen – das aktuelle Recht durch das Bundesgleichstellungsgesetz: Ab 2018 haben Menschen mit Leseschwierigkeiten ein Recht auf Informationen in Leichter Sprache von allen öffentlichen Stellen. Die Gäste erzählten von guten Beispielen, bei denen sich gezeigt hat: Nicht nur Menschen mit Behinderungen freuen sich über Leichte Sprache. So gibt es bereits Erfahrungen mit Wahlprogrammen und ähnlichen Texten: Wenn sie in Leichter Sprache vorliegen, werden sie bei vielen Menschen stärker nachgefragt als die umständlichen Originaltexte.

Ein Grund dafür könnte sein, erläuterte Karin Mohr-Schindler, dass die Übersetzungen in Leichte Sprache oft erheblich kürzer ausfallen: „Es werden nur die Kernaussagen übersetzt.“ Darum sei es so wichtig, dass die Übersetzer sich gut mit dem jeweiligen Fachgebiet auskennen. „Wir haben einen Übersetzer-Pool, in dem sehr unterschiedliche Fachleute vertreten sind. So finden wir für jedes Thema den passenden Übersetzer.“

Evers-Meyer und Alsmann interessierten sich auch für die Hürden, die das Büro auf dem inzwischen wachsenden Markt für Leichte Sprache überwinden muss. Noch gibt es keine festgeschriebenen Standards für Leichte Sprache. Entsprechend qualitativ unterschiedlich sind die Angebote. Das GPS-Büro orientiert sich an den Regeln des Netzwerks für Leichte Sprache, das von People First ins Leben gerufen wurde. Hier kommt es nicht in erster Linie auf sprachwissenschaftlich abgesegnete Korrektheit an. Dreh- und Angelpunkt einer guten Übersetzung ist bei diesem Ansatz die Einschätzung des Prüferteams, ob ein Text leicht zu verstehen ist.

Beide Abgeordnete nahmen als Auftrag mit, sich in ihren Umgebungen im Landtag und Bundestag, aber auch in der Partei und in den Kommunen, verstärkt für Leichte Sprache einzusetzen.

 

Karin Evers-Meyer (vorne rechts) und Holger Alsmann (hinten Mitte) im Kreis des Prüferteams mit Karin Mohr-Schindler (Mitte in weiß), Detlef Opitz und Jürgen Hoffmann (hinten links und rechts).

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